Social Media

Posten ist nicht die Arbeit. Es ist der letzte Schritt

Die meisten Accounts scheitern nicht an zu wenig Beiträgen, sondern daran, dass jeder für sich steht. Wie ein Plan aussieht, der auch im stressigen Monat noch funktioniert.

AHAlessandro Heller24. September 20262 Min. Lesezeit
Ein Smartphone mit Beitragsbildern auf dunklem Grund, darum kreisen Symbole für Herz, Kommentar und Teilen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nicht die Menge entscheidet, sondern ob die Beiträge aufeinander einzahlen.
  • Drei wiederkehrende Formate schlagen zwanzig Einzelideen.
  • Ein Plan, der nur im ruhigen Monat funktioniert, funktioniert nicht.
  • Reichweite ohne Anfragen ist ein Zwischenergebnis, kein Ziel.

Die häufigste Diagnose lautet: „Wir posten zu wenig.“ Die häufigere Ursache ist eine andere — es gibt zwanzig Beiträge, und jeder steht für sich.

Drei Formate statt zwanzig Ideen

Ein Format ist etwas, das wiederkommt: dieselbe Art von Beitrag, dieselbe Machart, erkennbar auch beim Vorbeiscrollen. Etwa ein Blick in die Werkstatt, ein fertiges Projekt vorher/nachher, eine Frage, die Kunden wirklich stellen.

Drei davon reichen. Sie haben zwei Vorteile: Man erkennt dich wieder, und du musst nicht jede Woche neu überlegen, was du machst. Das zweite ist in der Praxis das wichtigere.

Posten kann jeder. Strategisch sichtbar werden nicht.

Von unserer Leistungsseite — und es stimmt leider genau so

Der Plan muss den stressigen Monat überstehen

Jeder Redaktionsplan funktioniert im Januar. Entscheidend ist, was im Juni passiert, wenn drei Projekte gleichzeitig laufen.

Deshalb sammeln wir Material in Blöcken: einmal im Monat einen halben Tag drehen und fotografieren, daraus vier Wochen bestücken. Wer täglich nach Material sucht, hört nach sechs Wochen auf.

Was wirklich gemessen wird

Reichweite ist ein Zwischenergebnis. Sie sagt, dass jemand hingesehen hat — nicht, dass etwas passiert ist.

  • Anfragen und Bewerbungen, die über den Kanal kommen.
  • Gespeicherte Beiträge — das sind die, die jemand wiederfinden will.
  • Profilaufrufe nach einem Beitrag: Wer schaut, wer da postet, ist interessiert.

Steigt die Reichweite und sonst nichts, ist das ein Hinweis auf den Inhalt, nicht auf den Algorithmus.

Der ehrliche Teil

Social Media bringt selten sofort Aufträge. Es baut Vertrauen auf, das sich später auszahlt — bei der Bewerbung, beim Angebotsvergleich, beim „die kenne ich doch“. Wer schnelle Anfragen braucht, bekommt sie über Anzeigen, nicht über organische Beiträge.

Das eine ersetzt das andere nicht. Aber man sollte wissen, welches von beidem man gerade betreibt.

AH
Alessandro Heller

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