KI in der Praxis

KI in der Agentur: wo sie hilft und wo wir sie weglassen

Wir arbeiten seit Jahren mit generativen Werkzeugen. Drei Stellen, an denen sie echte Zeit sparen — und drei, an denen wir bewusst darauf verzichten.

AHAlessandro Heller24. September 20262 Min. Lesezeit
Kleine Würfel fließen in einen leuchtenden facettierten Körper und kommen als Bild, Video und Zeichenfeder wieder heraus.

Das Wichtigste in Kürze

  • KI ist bei Entwürfen und Varianten stark — dort, wo Menge zählt.
  • Bei echten Menschen und echten Orten setzen wir sie nicht ein.
  • Zahlen und rechtlich Relevantes schreibt kein Werkzeug ohne Prüfung.
  • Der Zeitgewinn entsteht vorne, nicht am Ende.

„KI ist nicht unser Hobby. Sie ist unsere Stärke“ steht auf unseren Projektseiten. Das ist eine Behauptung — hier steht, was konkret dahinter liegt, und wo wir bewusst darauf verzichten.

Wo sie trägt

1. Entwürfe, bevor jemand teuer wird

Bevor ein Drehtag geplant oder ein Motiv fotografiert wird, entstehen Entwürfe. Früher war das eine Skizze und viel Erklären. Heute sieht der Kunde in einer Stunde fünf Richtungen und entscheidet sich für eine. Das spart nicht die Produktion, aber es spart die falsche.

2. Varianten für Anzeigen

Eine Kampagne braucht nicht ein Motiv, sondern zehn — sonst brennt sie nach zwei Wochen aus. Varianten in Menge zu erzeugen ist genau das, was diese Werkzeuge gut können.

3. Der erste Schnitt

Transkription, Auffinden brauchbarer Stellen, ein grober Rohschnitt: Arbeit, die früher Stunden gekostet hat und niemandem Freude gemacht hat. Der gestalterische Teil beginnt danach — und bleibt Handarbeit.

Wo wir sie weglassen

Bei echten Menschen und echten Orten

Wenn ein Betrieb zeigt, wie bei ihm gearbeitet wird, muss das seine Werkstatt sein und seine Leute. Ein generiertes Bild wäre schneller und wäre eine Lüge. Bei den Recruiting-Drehs war genau das der Punkt: Bewerber wollen den echten Arbeitsplatz sehen.

Bei Zahlen

Sprachmodelle erfinden Zahlen, die plausibel klingen. In einem Kundentext ist das kein Schönheitsfehler, sondern ein Haftungsrisiko. Zahlen kommen aus einer Quelle oder sie kommen nicht vor.

Bei allem Rechtlichen

Impressum, Datenschutz, Widerruf: Dort ist die Fehlerquote das einzige, was zählt. Diese Texte gehören zu jemandem, der dafür geradesteht.

Was sich wirklich ändert

Nicht die Qualität am Ende — die entscheidet weiter, wer auswählt und prüft. Was sich ändert, ist der Anfang: Man kann früher zeigen, schneller verwerfen und öfter falsch liegen, ohne dass es teuer wird.

Das ist unspektakulärer, als es in Prospekten klingt. Aber es ist die Stelle, an der es tatsächlich etwas bringt.

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