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Google-Unternehmensprofil: die fünf Felder, die wirklich Anfragen bringen

Die meisten Betriebe füllen ihr Google-Profil einmal aus und rühren es nie wieder an. Dabei entscheiden fünf Felder darüber, ob jemand anruft oder weiterscrollt. Wir gehen sie der Reihe nach durch.

AHAlessandro Heller27. August 20263 Min. Lesezeit
Ein kleines Ladengeschäft mit gestreifter Markise steht auf einem blauen Stadtplan, darüber eine große Standortnadel, am Rand zwei kleinere.

Die meisten Betriebe füllen ihr Google-Profil einmal aus und rühren es nie
wieder an. Dabei entscheiden fünf Felder darüber, ob jemand anruft oder
weiterscrollt. Wir gehen sie der Reihe nach durch.

 

Ein Google-Unternehmensprofil ist schnell angelegt. Genau das ist das
Problem: Nach zwanzig Minuten steht es, sieht vollständig aus, und danach
schaut niemand mehr hin. Zwei Jahre später wundert man sich, warum der
Mitbewerber zwei Straßen weiter dreimal so viele Anrufe bekommt.

Wir betreuen Profile von Handwerksbetrieben und Dienstleistern in und um
Ansbach und Nürnberg. Fünf Felder tauchen dabei immer wieder als Ursache auf. Sie
kosten zusammen keinen halben Tag Arbeit.

1. Die Kategorie — das Feld, das über alles entscheidet

Die Hauptkategorie ist kein Etikett. Sie ist der Filter, mit dem Google
entscheidet, bei welchen Suchanfragen dein Betrieb überhaupt in Frage kommt.
Ein Betrieb, der als „Bauunternehmen“ eingetragen ist, taucht bei der Suche
nach „Badsanierung Nürnberg“ schlicht nicht auf — auch wenn er nichts
anderes macht.

So findest du die richtige

Such nach dem, was deine Kunden suchen würden. Nicht nach deiner
Gewerbeanmeldung. Schau dir dann die drei Betriebe an, die oben stehen, und
sieh nach, welche Kategorie sie führen. Das steht öffentlich im Profil.

Nimm die passendste als Hauptkategorie. Alles Weitere kommt als
Zusatzkategorie dazu — davon sind bis zu neun möglich, und sie kosten nichts
außer zwei Minuten.

2. Öffnungszeiten, besonders an Feiertagen

Dieser Punkt klingt banal und ist der teuerste auf der Liste. Wer an
Fronleichnam vor verschlossener Tür steht, weil im Profil „geöffnet“ stand,
kommt nicht wieder. Und Google merkt sich, wenn Nutzer auf „Zeiten korrekt?“
mit Nein antworten — das drückt die Sichtbarkeit.

Trag die Feiertage einmal im Jahr ein. Google erinnert dich sogar von selbst
daran, aber die Mail geht meist unter.

Sonderfall Baustelle und Außendienst

Wenn niemand im Büro sitzt, weil alle draußen sind: Stell auf
„Servicegebiet“ statt auf feste Adresse um. Dann steht keine Öffnungszeit
mehr da, die niemand einhalten kann.

3. Fotos, und zwar aktuelle

Ein Profil ohne Fotos wirkt verlassen. Ein Profil mit Fotos von 2019 wirkt
schlimmer — es sagt, dass hier seit Jahren niemand hinschaut.

Was tatsächlich hilft:

· Zwei, drei Bilder von abgeschlossenen Arbeiten, alle paar Wochen ergänzt
· Ein Foto vom Team oder vom Fahrzeug — Gesichter schlagen Objekte
· Der Eingang, wenn Kunden vorbeikommen sollen

Was nicht hilft: Stockfotos. Jeder erkennt sie, und sie erzählen nichts über
den Betrieb.

4. Antworten auf Bewertungen

Auf gute Bewertungen zu antworten kostet dreißig Sekunden und wirkt. Auf
schlechte zu antworten ist wichtiger.

Eine unbeantwortete Ein-Stern-Bewertung steht als alleinige Version der
Geschichte da. Eine sachliche Antwort darunter verändert, wie der nächste
Leser sie einordnet — auch wenn er dir nicht in allem recht gibt.

Was in eine Antwort gehört

Kurz, sachlich, ohne Rechtfertigung. Was passiert ist, was du anders machst,
und ein Weg, das direkt zu klären. Keine Diskussion im öffentlichen Feld.

5. Leistungen einzeln eintragen

Im Bereich „Leistungen“ lassen sich einzelne Tätigkeiten hinterlegen — mit
Beschreibung und optional mit Preis. Die meisten Profile lassen das leer.

Der Nutzen ist doppelt: Google versteht besser, was du machst, und Nutzer
sehen auf einen Blick, ob du das Richtige anbietest. Wer „Heizungswartung“
sucht und das Wort im Profil findet, klickt. Wer es nicht findet, geht weiter.

Was das in der Praxis bedeutet

Diese fünf Punkte sind an einem Vormittag erledigt. Danach kostet es rund
zwanzig Minuten im Monat: Fotos nachlegen, Bewertungen beantworten, bei
Feiertagen kurz nachsehen.

Das ist kein Marketing-Projekt. Es ist Pflege — wie beim Fahrzeug, das man
auch nicht einmal kauft und dann zwölf Jahre stehen lässt.

 

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