SEO & GEO

Kunden fragen jetzt die KI. Was das für deine Website heißt

Immer mehr Suchen enden in einer KI-Antwort statt auf einer Ergebnisliste. Was das ändert, was gleich bleibt — und welche vier Dinge eine Seite braucht, um überhaupt zitiert zu werden.

AHAlessandro Heller24. September 20262 Min. Lesezeit
Ein Lichtkegel fällt aus einem schwebenden Scheinwerfer auf einen einzelnen facettierten Körper in einer dunklen Landschaft aus Punkten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine KI-Antwort nennt zwei bis fünf Quellen. Platz sechs bei Google reicht dafür nicht mehr.
  • Zitiert wird, was eindeutig formuliert ist — nicht, was am schönsten klingt.
  • Anschrift, Einzugsgebiet und Leistungen müssen als Text auf der Seite stehen, nicht nur im Bild.
  • Klassisches SEO bleibt die Grundlage. GEO kommt dazu, es ersetzt nichts.

Eine Suche endete früher in einer Liste mit zehn blauen Links. Heute endet sie oft in einem Absatz, der die Antwort schon enthält — und darunter stehen zwei bis fünf Quellen.

Das ist der eigentliche Unterschied. Nicht die Technik, sondern die Anzahl der Plätze.

Aus zehn Plätzen werden drei

Wer bei Google auf Platz sechs stand, bekam bisher noch Besucher. In einer KI-Antwort gibt es Platz sechs nicht. Entweder man wird als Quelle genannt oder man kommt nicht vor.

Das klingt bedrohlicher, als es ist. Denn die Systeme suchen nicht nach der schönsten Seite, sondern nach der eindeutigsten Aussage.

Was zitiert wird

Wir sehen in der Praxis vier Dinge, die darüber entscheiden:

1. Ein Satz, der für sich allein steht

„Wir sind Ihr Partner für ganzheitliche Lösungen“ lässt sich nicht zitieren — da steht nichts drin. „Die Werkstatt in Herrieden repariert Hydraulikzylinder bis 4 Tonnen“ schon. Je konkreter der Satz, desto eher taucht er wieder auf.

2. Fakten als Text, nicht im Bild

Öffnungszeiten in einer Grafik, die Anschrift nur im Footer-Bild, Preise als PDF: All das ist für ein KI-System nicht vorhanden. Was zählen soll, muss als Text auf der Seite stehen.

3. Maschinenlesbare Angaben

Strukturierte Daten sagen einem System unmissverständlich, dass hier ein Unternehmen mit dieser Anschrift und diesen Leistungen steht. Das ist keine Optimierung im Graubereich, sondern schlicht eine zweite, eindeutige Fassung derselben Angaben.

4. Eine Quelle, die es wirklich gibt

KI-Systeme bevorzugen Seiten, deren Angaben sich anderswo bestätigen lassen — im Google-Unternehmensprofil, in Branchenverzeichnissen, in Presseartikeln. Wer überall dieselbe Anschrift und denselben Namen führt, macht es leicht.

Was sich nicht ändert

Eine langsame Seite bleibt eine langsame Seite. Dünner Inhalt bleibt dünner Inhalt. Wer in der klassischen Suche nicht vorkommt, kommt auch in KI-Antworten selten vor — die Systeme greifen zu großen Teilen auf denselben Index zurück.

Deshalb ist GEO kein Ersatz, sondern eine Schicht obendrauf. Wer beides gegeneinander ausspielt, verkauft meistens etwas.

Der ehrliche Teil

Niemand kann heute zuverlässig messen, wie oft eine KI-Antwort eine bestimmte Seite zitiert. Es gibt keine Rangliste und keine Klickstatistik wie bei Google. Wer dir eine GEO-Auswertung mit Prozentzahlen verkauft, zeigt dir eine Schätzung.

Was man tun kann: dafür sorgen, dass die eigenen Aussagen zitierfähig sind. Das kostet wenig, schadet der normalen Suche nicht — und ist genau das, was auch für Menschen besser lesbar ist.

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Alessandro Heller

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