Content

Imagefilm oder Reels? Die Frage ist falsch gestellt

Beide haben eine Aufgabe, und es ist nicht dieselbe. Wann sich ein langer Film lohnt, wann kurze Formate mehr bringen — und warum aus einem Drehtag beides entstehen sollte.

AHAlessandro Heller24. September 20262 Min. Lesezeit
Eine blaue Filmkamera auf einem Stativ, um sie ein Filmstreifen, dahinter eine große Leinwand mit Play-Symbol.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Imagefilm überzeugt, wer schon interessiert ist. Reels erzeugen das Interesse.
  • Aus einem Drehtag muss beides entstehen — das ist eine Planungsfrage, keine Mehrarbeit.
  • Hochformat muss vor dem Dreh entschieden sein, nicht im Schnitt.
  • Ohne Ton funktioniert der Anfang. Die ersten drei Sekunden entscheiden.

Die Frage kommt fast immer so: „Sollen wir einen Imagefilm machen oder lieber Reels?“ Beides hat eine Aufgabe, und es ist nicht dieselbe.

Zwei verschiedene Momente

Der Imagefilm erreicht jemanden, der schon auf deiner Website ist. Er hat sich entschieden hinzuschauen. Hier darfst du erklären, zeigen, Vertrauen aufbauen — zwei Minuten sind in Ordnung.

Das kurze Format erreicht jemanden, der gar nicht nach dir gesucht hat. Es hat drei Sekunden, um einen Grund zu liefern, nicht weiterzuwischen. Erklären funktioniert hier nicht. Zeigen schon.

Wer das kurze Format wie einen kurzen Imagefilm baut, bekommt beides nicht.

Warum beides aus einem Drehtag kommen sollte

Beim Kinospot für das Autohaus Farnbacher war das lange Format der Anlass. Bei den Recruiting-Drehs für HEIBI Metall und das Schüller Möbelwerk war es umgekehrt — dort standen die kurzen Formate im Vordergrund. In beiden Fällen ist am selben Tag Material für die jeweils andere Welt entstanden.

Das ist keine Mehrarbeit am Set, sondern eine Entscheidung davor.

Die eine Sache, die man nicht nachholen kann

Das Hochformat. Wer im Breitbild dreht und später einen 9:16-Ausschnitt herausschneidet, verliert die Hälfte des Bildes — und meistens genau die Hälfte, in der etwas passiert.

Man muss deshalb vor dem Dreh wissen, welche Einstellungen im Hochformat landen. Dann wird entsprechend gestellt, und beide Fassungen sehen aus wie gewollt.

Was die ersten drei Sekunden leisten müssen

  • Etwas zeigen, das man nicht jeden Tag sieht — nicht ein Logo.
  • Ohne Ton verständlich sein. Viele schauen stumm.
  • Keine Begrüßung. „Hallo, wir sind …“ kostet genau die Sekunden, die man hat.

Das klingt nach Kleinigkeit und entscheidet trotzdem, ob der Rest überhaupt gesehen wird.

Material für Wochen aus einem Drehtag

Stell dir deinen Dreh zusammen: Formate, Ort und Rhythmus. Wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung.

Dreh zusammenstellen
AH
Alessandro Heller

Mehr über Alessandro
Der Award-Würfel in der Hand
German Web Awards 2026

Official Winner. Eine Website, die wir gebaut haben, wurde ausgezeichnet.

Zur Auszeichnung →